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...bis zur FAN-TOUR 2012 / 11:00 Uhr
Kolkrabe  (Corvus corax)

 21. 04. 2012

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Hans Huckebein von Wilhelm Busch

               http://www.wilhelm-busch.de/156_Hans_Huckebein.html

Die Bildergeschichte Hans Huckebein, der UnglĂŒcksrabe gehört zu den bekanntesten Werken von Wilhelm Busch.

Eine herkömmliche Redensart spielt auf die SchlĂ€ue des Vogels an: „Er stiehlt wie ein Rabe“. Das bekannte Kinderlied „Hoppe hoppe Reiter,  wenn er fĂ€llt, dann schreit er, .....“setzt mit den Versen „....fĂ€llt er in den Graben, fressen ihn die Raben“  fort, was auf das Bier als Rabennahrung zurĂŒck geht.

Der Kolkrabe (Corvus corax) ist der grĂ¶ĂŸte Rabenvogel und damit auch der grĂ¶ĂŸte Singvogel der Welt. Zur Zeit der einzige Portaner-Wandervogel aus Niedersachsen.

Merkmale

Der Kolkrabe ist deutlich grĂ¶ĂŸer als alle anderen europĂ€ischen Rabenvögel. Er ist einfarbig schwarz, vor allem die FlĂŒgeldecken glĂ€nzen metallisch. Der Kolkrabe hat einen großen, klobigen  Schnabel. Vor allem im Flug auffallend ist sein keilförmiger Schwanz, der ihn von der Ă€hnlich aussehenden RabenkrĂ€he schon von weitem unterscheidet. Im Flug lĂ€sst der Kolkrabe laute Rufe hören, die wie ein hohles korrk oder krock klingen. Er kann aber auch artfremde Laute und die menschliche Sprache tĂ€uschend echt nachahmen

Bestandsentwicklung

Der Kolkrabe besiedelte einst ganz Europa. Im 19. Jahrhundert wurde er dann als „SchĂ€dling“ bekĂ€mpft,  in den letzten Jahrzehnten fand jedoch eine Erholung der BestĂ€nde und eine Ausweitung des Verbreitungsgebiets in RĂ€ume, in denen er zuvor ausgerottet worden war, statt. In einigen Gebieten wie zum Beispiel in  Nordrhein-Westfalen wurde er in den 1970er und 1980er Jahren wieder angesiedelt.

Lebensweise und Verhalten

Der Kolkrabe ist ein Standvogel. WĂ€hrend der Balz im Winter kann man Kolkraben paarweise bei akrobatischen Flugspielen beobachten. Sein rundes Nest baut er in FelswĂ€nden oder auf BĂ€umen, in den letzten Jahren auch zunehmend auf Hochspannungsmasten und selten an GebĂ€uden. Die in stĂ€ndiger Gemeinschaft lebenden Paare benutzen die Nester oft mehrere Jahre lang. Die vier bis sechs Eier werden ĂŒberwiegend vom Weibchen bebrĂŒtet. Nach dem SchlĂŒpfen werden die Jungvögel im Nest von beiden Eltern mit Nahrung versorgt.

Der Kolkrabe ist ein Allesfresser. Er frisst Getreide und SĂ€mereien aller Art, aber auch kleine Tiere wie MĂ€use, „stiehlt“ Eier und KĂŒken anderer Vögel, frisst aber auch Aas. Insbesondere nicht geschlechtsreife Raben leben oft ganzjĂ€hrig von MĂŒllkippen. Im Mittelalter war er eine typische Erscheinung an RichtstĂ€tten, woher die Bezeichnung Galgenvogel stammt.

Kolkraben gehören zu den intelligentesten Vögeln der Welt; beispielsweise zeigen sie in Experimenten die FĂ€higkeit, komplexe Handlungen im voraus zu planen. Beim Verstecken von Futter zeigt der Kolkrabe sowohl große Merkleistungen, als auch die FĂ€higkeit, sich in andere hinein zu versetzen. Ein Rabe scheint zu wissen, dass ein Futterversteck nur dann sicher ist, wenn er beim Verstecken nicht beobachtet wird.